Workshop zu Feldpostbriefen der Weltkriege
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg gab es Millionen von Kriegstoten - doch wer gibt ihnen eine würdige Bestattung und kümmert sich um ihre Gräber? Und wie identifiziert man Kriegstote, die während einer Schlacht gestorben sind und nicht beerdigt werden konnten? Dies und mehr durften die 9a und 9c beim Besuch von Eva Masurowski, Bildungsreferentin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., im Rahmen des Geschichtsunterrichts lernen.
Der Verein wurde 1919 nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Heute beschäftigt er sich mit der Suche und Bergung deutscher Kriegstoter im Ausland und ihrer Bestattung und Grabpflege auf Friedhöfen und Gedenkstätten für Kriegstote beider Weltkriege, von denen es in Deutschland über 12.000 gibt. Außerdem organisiert der Verein u.a. Workshops an Schulen und internationale Workcamps für Jugendliche.
Im Workshop wurde erklärt, dass man noch heute Kriegstote findet und wie man sie identifiziert. Soldaten trugen auch schon früher Erkennungsmarken mit einigen Daten zur Identifizierung. Diese und andere mitgebrachte Gegenstände aus den beiden Weltkriegen, wie Teile einer Patronenhülse aus dem Ersten Weltkrieg, durften man selbst anfassen.
Der zweite Teil des Workshops handelte von dem Thema Feldpost. Hierzu gab es Briefe aus den beiden Weltkriegen, in denen die Soldaten Angehörigen und Freunden das Leben im Krieg schilderten. Einige Kopien von Originalbriefen waren für den Workshop zur Verfügung gestellt worden, wodurch man einen Einblick in den Kriegsalltag und das Gefühlsleben von Soldaten beider Weltkriegen bekam.
Insgesamt war es ein sehr lehrreicher Workshop, welcher gezeigt hat, dass Geschichte nicht nur aus Fakten, sondern vor allem aus Schicksalen vieler einzelner Menschen besteht, die nicht vergessen werden sollten.










