Demokratie (er)leben

Demokratie lebt vom Mitmachen. Sie beginnt nicht erst bei Wahlen oder in der Politik, sondern zeigt sich jeden Tag im respektvollen Miteinander, in der Übernahme von Verantwortung und im Engagement für unsere Gemeinschaft. Deshalb nimmt die Demokratiebildung am Friedrich-Schiller-Gymnasium einen wichtigen Platz im Schulleben ein. Ziel des Demokratietags war es, Demokratie erlebbar zu machen und aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Die Schülerinnen und Schüler sollten erfahren, dass Demokratie vom Mitdenken, Mitgestalten und der Verantwortung jedes Einzelnen für ein gelingendes Zusammenleben lebt. Alle Klassenstufen setzten sich altersgerecht und handlungsorientiert mit zentralen Themen unserer Demokratie auseinander.
In der Vorbereitungsklasse stand das Thema „Wie funktioniert ein gutes Miteinander?“ im Mittelpunkt. Gemeinsam mit unserer Schulsozialarbeiterin Frau Winselmann beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Regeln des Zusammenlebens, gegenseitigem Respekt und Toleranz.
Die Klassen 5 nahmen am Workshop „Demokratie erleben“ der Landeszentrale für politische Bildung teil. Spielerisch und altersgerecht lernten sie, warum Mitbestimmung, Verantwortung und demokratische Entscheidungsprozesse für unsere Gesellschaft so wichtig sind.
In den Klassen 6 wurde unter anderem mit dem Entscheidungsspiel „Quararo“ gearbeitet. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler demokratische Entscheidungsprozesse selbst erleben, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und erfahren, wie wichtig Toleranz, Kompromissbereitschaft und gemeinsame Verantwortung sind.
Die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler besuchten das Fellbacher Rathaus. Im Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister Herrn Berner sowie Mitgliedern des Jugendgemeinderats erhielten sie spannende Einblicke in die Kommunalpolitik. Bei einer anschließenden Rallye durch Fellbach wurde deutlich, wie politische Entscheidungen das Leben vor Ort prägen.
Für die Klassen 8 stand der Rechtsstaat im Mittelpunkt. Im Projekt „Rechtsstaat macht Schule“ des Ministeriums der Justiz und für Migration und des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen vermittelten Vertreterinnen und Vertreter der Polizei sowie der Justiz des Landgerichts Stuttgarts die Aufgaben der verschiedenen Institutionen unseres Rechtsstaats. Höhepunkt war die Simulation einer Gerichtsverhandlung, bei der die Schülerinnen und Schüler selbst in unterschiedliche Rollen schlüpfen konnten.
Die Klassen 9 setzten sich intensiv mit dem Thema Radikalisierungsprävention auseinander. Gemeinsam mit der Polizei und der Beratungsstelle DeRex beschäftigten sie sich mit Strategien gegen Extremismus. Ergänzt wurde das Programm durch ein interaktives Computerspiel, das verdeutlichte, wie sich rechtsextreme Inhalte in sozialen Netzwerken verbreiten und wie man ihnen kritisch begegnen kann.
In den Klassen 10 standen internationale Perspektiven im Mittelpunkt. Referentinnen und Referenten des Europa-Zentrums, der Servicestelle Frieden sowie des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge thematisierten Menschenrechte im Krieg sowie die Zukunft der Ukraine und regten zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Herausforderungen an.
Die Jahrgangsstufe 1 beschäftigte sich im Rahmen von Impulsvorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Wehrpflicht und deutsche Sicherheitspolitik. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten kontroverse Positionen und setzten sich mit aktuellen sicherheitspolitischen Fragestellungen auseinander.
Der Projekttag hat eindrucksvoll gezeigt, dass Demokratie viele Facetten hat und alle Bereiche unseres Zusammenlebens betrifft. Unser besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, die den Projekttag mit großem Engagement gestaltet haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei der Arbeitsgruppe Demokratiebildung für die hervorragende Organisation und Koordination dieses besonderen Tages.
Demokratiebildung bedeutet für uns am Friedrich-Schiller-Gymnasium weit mehr als die Vermittlung politischen Wissens. Sie umfasst Werte wie Toleranz, Vielfalt, Respekt, Mitwirkung, Verantwortung und Engagement. Diese Werte möchten wir nicht nur an einzelnen Projekttagen vermitteln, sondern sie gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinschaft jeden Tag leben. Denn Demokratie funktioniert nur dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und sich aktiv für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzusetzen. Dafür möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern Raum geben – heute und in Zukunft.










