Junior Science Café KI: „KI in der Arbeitswelt – Chancen und Risiken“

Am 24. Juni 2026 veranstaltete die 10b des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Fellbach das öffentliche Junior Science Café „KI in der Arbeitswelt – Chancen und Risiken“. Hierfür hatte die 10b die KI-Experten Dr. Xu Chu (SeniorLecturer, Universität Exeter), Boris Meißner (Director IT, Krempel Gruppe) und Prof. Dr. Dr. h.c. Michael M. Resch(Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart und des Instituts für Höchstleistungsrechnen) zu uns an die Schule eingeladen.
Nach der Begrüßung durch die 10b eröffnete Professor Resch den Abend mit einem einführenden Vortrag, in dem er die Grundprinzipien von Künstlicher Intelligenz erläuterte. Anschließend moderierten Schülerinnen und Schüler der 10b die Diskussionsrunde mit den Experten. Den Einführungsvortrag vertiefend und ergänzend wurde zu Beginn der Diskussion erläutert, wie moderne KI-Systeme wie ChatGPT funktionieren. Die Experten machten deutlich, dass Künstliche Intelligenz nicht wie ein Mensch denkt oder ein eigenes Bewusstsein besitzt. Stattdessen analysieren solche Systeme große Datenmengen, erkennen Muster und berechnen auf dieser Grundlage die wahrscheinlichsten Antworten oder Vorhersagen. Dadurch konnten die Zuschauer besser nachvollziehen, wie KI arbeitet und wo ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Grenzen liegen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Unterschied zwischen klassischer Programmierung und Programmieren mit Hilfe von KI. Während früher jeder einzelne Arbeitsschritt von Menschen programmiert werden musste, können heutige KI-Systeme aus großen Datenmengen lernen und ihre Modelle selbstständig verbessern. Diese Entwicklung ermöglicht zahlreiche neue Anwendungen, wirft aber gleichzeitig Fragen nach Verantwortung, Datenschutz und dem sinnvollen Einsatz der Technologie auf. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand anschließend die Zukunft der Arbeitswelt. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Berufe sich durch KI verändern werden und welche Aufgaben künftig automatisiert werden können. Dabei wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz vor allem repetitive und standardisierte Tätigkeiten übernimmt, während kreative, soziale und verantwortungsvolle Aufgaben weiterhin vom Menschen ausgeführt werden. Die Experten betonten, dass KI den Menschen nicht vollständig ersetzt, sondern ihn in vielen Bereichen unterstützt. Während einige Berufe sich verändern oder wegfallen, entstehen gleichzeitig neue Aufgaben in Bereichen wie Datenanalyse, Softwareentwicklung oder der Betreuung und Kontrolle von KI-Systemen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Frage, welche Fähigkeiten in Zukunft besonders gefragt sein werden. Die Experten waren sich einig, dass neben digitalen Kompetenzen vor allem Kreativität, kritisches Denken,Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein an Bedeutung gewinnen. KI kann zwar Informationen schnell verarbeiten und Muster erkennen, sie kann jedoch keine ethischen Entscheidungen treffen oder menschliche Erfahrungen ersetzen. Deshalb bleibt die Verantwortung für wichtige Entscheidungen weiterhin beim Menschen. Nach der moderierten Gesprächsrunde hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, Fragen an die Experten zu stellen. Dabei wurden unter anderem Themen wie Datenschutz, der Einsatz von KI in Schulen, mögliche Auswirkungen auf verschiedene Ausbildungsberufe sowie die Grenzen heutiger KI-Systeme aufgegriffen.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Künstliche Intelligenz große Chancen bietet, gleichzeitig aber einen verantwortungsvollen Umgang erfordert. Sie machte deutlich, dass die Zukunft der Arbeit nicht in einem Wettbewerb zwischen dem Menschen und der Maschine liegt, sondern in ihrer sinnvollen Zusammenarbeit. Das Junior Science Café bot den etwa 90 Teilnehmenden die Möglichkeit, wissenschaftliche Inhalte verständlich kennenzulernen, aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und wertvolle Einblicke in ein zentrales Zukunftsthema zu gewinnen. - 10b
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium bedankt sich herzlich bei Dr. Xu Chu (Senior Lecturer, Universität Exeter), Boris Meißner (Director IT, Krempel Gruppe) sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Michael M. Resch (Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart und des Instituts für Höchstleistungsrechnen) für ihre Bereitschaft, ihre Zeit und ihre Expertise mit unserer Schulgemeinschaft zu teilen. Ein besonderer Dank gilt Prof. Resch für seinen fundierten und anschaulichen Impulsvortrag, der den Besucherinnen und Besuchern einen verständlichen Einstieg in die Funktionsweise Künstlicher Intelligenz ermöglichte und die Grundlage für die anschließende Diskussion bildete. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die trotz der sommerlichen Hitze den Weg an das Friedrich-Schiller-Gymnasium gefunden haben und durch ihr Interesse sowie ihre Fragen zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Solche Begegnungen zwischen Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit ermöglichen wertvolle Einblicke in aktuelle Zukunftsthemen und leisten einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bildung unserer Schülerinnen und Schüler. - Jana Bareiß










