Frankreichaustausch

Frankreichaustausch

Nach zwei Jahren Frankreichabstinenz durch Corona konnte endlich wieder der Schüleraustausch stattfinden. Nun steht der Rückbesuch der französischen Schüler und Schülerinnen vom 2.12.-9.12.22 am FSG an. (U. Sauner). Anbei ein Bericht zum Aufenthalt in Frankreich von Viktoria Kalig (10a)


Nach zwei Jahren erzwungener Corona-Pause war die Vorfreude auf einen nun endlich wieder stattfindenden einwöchigen Frankreich-Austausch groß: Mitte Oktober fanden wir – das waren insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klasse sowie der J1 und die drei Lehrerinnen Frau Gerlach, Frau Sauner und Frau Frech – uns freitagmorgens im Bus auf dem Weg nach Tournon-sur-Rhône wieder. 

Die zehnstündige Fahrt verging schneller, als anfangs gedacht, und so merkten die meisten von uns gar nicht, dass wir bereits die Grenze nach Frankreich passiert hatten. Umso schnell vergingen auch die letzten Stunden und Aufregung machte sich unter uns breit, als der Bus schließlich über die Brücke fuhr, die Tain und Tournon-sur-Rhône als Städte verbindet. Selbst die letzten Französisch-Crashkurse wurden beim Anblick des riesigen Lycées Gabriel Faure unterbrochen, um dem Gejubel Platz zu machen. 

Unsere 45 Austauschschülerinnen und Austauschschüler des Lycée Gabriel Faure warteten bereits und nachdem wir uns mitsamt Koffer und Programm der Woche halbwegs sortiert hatten, wurden wir (manche mit drei Wangenküsschen) in die Gastfamilie aufgenommen. Diese durfte das Programm für das Wochenende gestalten. Die Region Auvergne-Rhône-Alpes, in der Tournon-sur-Rhône liegt, eröffnete glücklicherweise eine Vielzahl an verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten: Während die einen Austauschschüler Stadtbesuche unternahmen und französische Weihnachtspullover kauften, besichtigten anderen die atemberaubende Natur oder alte Tropfsteinhöhlen. 

Innerhalb dieser zwei intensiven Tage fielen uns schon ein paar – für uns – ungewöhnliche Vorlieben der Franzosen auf: Morgens wurde ohne Teller gegessen, abends deutlich später und dafür viel reichlicher. Außerdem schienen die „Quetschies“ (Fruchtmus zum Trinken) besonders beliebt zu sein, Gemüse dafür eher weniger. Einige Franzosen schienen sehr stolz zu sein, den deutschen Song „99 Luftballons“ zu kennen, dafür seine Bedeutung aber nicht.  Nach dem Wochenende gelang es auch jedem – entgegen der Befürchtungen –, mehr Wörter als nur „Baguette“ und „Croissant“ auf Französisch zu sagen. 

Am Montagnachmittag standen sowohl der Schokoladenmuseumsbesuch als auch eine Führung im Lycée an. Nach einem Sprint über die Brücke zu dem Museum wurden wir mit heißer Schokolade zum Probieren belohnt. Dabei erfuhren wir, welchen Ursprung die süße Spezialität im Allgemeinen und welche Bedeutung der Kakao bei der Herstellung der bekannten Valrhôna-Schokolade hat. Eine Runde Applaus nochmals an die Schüler, die fleißig die Milch umgerührt haben (damit der Zucker in ihr nicht anbrennt, wie wir gelernt haben). 

Dem Lycée Gabriel Faure als zweitälteste Schule Frankreichs anschließend einen Besuch abzustatten, um mehr über seine Geschichte herauszufinden, hat sich durchaus gelohnt. Die Direktorin selbst führte uns in die historischen Räume, deren knarzende Holzböden das Gewicht von verstaubten Bücherregalen und alten Teleskopen hielt.  Für den normalen Schulalltag waren diese Räume nicht zugänglich. Wie das Schulleben der französischen Schülerinnen und Schüler aussah, konnten wir bereits am Montag als Einstimmung erfahren: Die Schlange vor der Cafeteria nahm für uns kaum vorstellbare Dimensionen an. 

Abgesehen davon erhielten wir am Mittwoch – unserem einzigen Schultag – einen weiteren kleinen Einblick: Die Unterrichtsstunden dauerten je eine Stunde lang, insgesamt war es üblich, dass die Schülerinnen und Schüler bis ungefähr 17:30 Uhr Unterricht hatten und während der Mittagspause konnte der riesige Schulhof besucht werden. Zusätzlich hatte das Lycée eine sehr einladend gestaltete Schulbibliothek – sogar mit deutschsprachigen Büchern wie Max Frischs „Andorra“. 

Der von uns besuchte Unterricht war sehr vielfältig: Während manche für den Anfang ihrer erweiterten Inhaltsangabe in Französisch gelobt wurden, lösten andere physikalische Aufgaben. Es stellte sich heraus, dass die Sprachbarriere mit jedem weiteren Tag in Frankreich niedriger wurde! 

Die zwei großen Ausflugsziele, auf die wir in der Woche besonders hin fieberten und die gemeinsam mit den französischen Austauschschülerinnen und Austauschschülern stattfanden, waren Lyon sowie Grenoble. 

Lyon besichtigten wir am Dienstag. Auf dem Programm standen die beeindruckende Basilika Notre-Dame de fouvière sowie das detailreich gestaltete Musée Cinéma et Miniature (das Film- und Miniaturmuseum). Anschließend hatte jeder Zeit, die hübsche Großstadt Lyon für sich selbst zu erkunden, bis wir uns letztendlich vor einem großen Einkaufszentrum zu einer bestimmten Uhrzeit trafen. Diese Uhrzeit wurde von ein paar Schülerinnen und Schülern allerdings sehr frei interpretiert, was zu einer kleinen, nicht der Rede werten Verzögerung und einem spektakulären main-character-moment führte ...

Ein wenig ruhiger ging es in Grenoble zu. Der Stadtbesuch am Donnerstag fing mit einer kurzen Gondelfahrt auf den Berg an, wo uns oben eine fantastische Aussicht auf die Stadt erwartete. Der Abstieg lockte rund 100 Wanderer und eine laute Musikbox hervor. Den Nachmittag konnten wir erneut in Gruppen verbringen und dabei Grenobles Altstadt (und französischen Bubble-Tea) erkunden. Abgerundet wurde der Ausflug mit Bertie Bott’s Beans jeder Geschmacksrichtung, die bei einigen Schülern gut, bei einigen aber auch weniger gut ankamen. 

Dass der einwöchige Austausch sehr erlebnisreich gewesen war, lässt sich wohl schon seit dem ersten Absatz dieses Textes erahnt haben. Selbst die anfängliche Skepsis, ob man sich überhaupt ausreichend verständigen könnte, wurde erfolgreich widerlegt. Im Gegenteil! Nach diesen sieben Tagen umgeben von Französisch hatte jeder den Eindruck, sehr viel gelernt zu haben.  Und ganz abgesehen von der französischen Sprache gab es viel, was jeder für sich mitnehmen konnte: zahlreiche Erfahrungen und zahlreiches Wissen, zusätzlich kennengelernte französische Schimpfwörter, neu entstandene Freundschaften (oder sogar Liebschaften, wer weiß?) und ein Stück weit neu errungene Selbstständigkeit. Und seien es nur frische französische Macarons oder Croissants – jeder hatte das Gefühl, diesen Austausch als bereichernd erfahren zu haben. 

Danke nochmals an die Lehrerinnen Frau Sauner, Frau Gerlach und Frau Frech, die diesen Austausch ermöglicht haben, und an Frau Hiel, die zusätzlich anreiste! 

In diesem Sinne sagen wir „A plus!“ nach Tournon und freuen uns auf die Ankunft der französischen Schülerinnen und Schüler im Dezember am FSG. :) 

Viktoria Kalig (10a)

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